Archiv der Kategorie: TV-Tipp

TV-Tipp, 09.10.18, 22:15, SAT1: Nina Queer in “Akte“

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TV-Tipp 13.02.2016 PHOENIX „Das Drama um Dresden“ Dokumentation, 20:15 Uhr

Der mit dem International Emmy ausgezeichnete Film berichtet über den den Untergang Dresdens im Feuersturm vom 13. auf den 14. Februar 1945, als die Stadt innerhalb 24 Stunden durch Luftangriffe der RAF und USAAF komplett zerstört wurde. Nach neuesten historischen Untersuchungen starben dabei 25 000 Menschen in den Flammen. Bis heute diskutieren Historiker darüber, ob diese Flächenbombardements rechtlich als Kriegsverbrechen zu werten sind.

Die TV-Doku berichtet von Überlebenden des Feuersturms, aber auch britische Bomberpiloten kommen zu Wort, welche die Luftangriffe aus ihrer Sicht schildern.

Anm.: PHOENIX zeigt nur eine 45-minütige Zusammenfassung des preisgekrönten Dokudramas von Sebastian Dehnhardt.

TV-Tipp, RBB, 15.07.2015, 22:15: Zum Tode von Regisseur Wolf Gremm (†73), Doku „Ich liebe das Leben trotzdem“

Heute morgen, am 14.07.2015 verstarb Regisseur Wolf Gremm („Kamikaze 89“, …) nach langem Krebsleiden. RBB ändert am Mittwoch, 15.07.15 sein Programm und zeigt als TV-Premiere Gremms letzten Film „Ich liebe das Leben trotzdem“, einen Dokumentarfilm über seine Krebs-Erkrankung, den er als „Selfie-Film“ mit einer kleinen Kamera und teilweise mit dem Smartphone drehte.

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Wolf Gremm, Regina Ziegler, 2013 Mercedes Benz Arena (C) Martin Döringer

TV: Fernseh-Tipp 11.05.2015, „Linda Lovelace Pornostar“ ZDF, 22:15 Uhr

TV-Tipp 26.03.15, 22:45 Uhr, rbb Fernsehen: „rbb-Tatort-Kommissarin“ Meret Becker über ihre Lieblingsbücher bei „Bücher und Moor“

Meret Becker, SchwuZ (C) Martin Döringer

Meret Becker, SchwuZ (C) Martin Döringer

Meret Becker, SchwuZ (C) Martin Döringer

Meret Becker, SchwuZ (C) Martin Döringer

Spannend: „Secrets And Lies“ amerikanischer 10-Teiler mit Juliette Lewis und Ryan Phillippe auf abc-TV (USA)

Seit 1. März 2015 rätseln rund 6 Millionen Zuschauer sonntagabends vorm US-Amerikanischen Fernsehen, wer der Mörder des 5jährigen Tom Murphy ist. Hauptverdächtiger ist Ben Crawford (Ryan Phillippe, „Studio 54“), der von Detective Cornell (Juliette Lewis, „Kalifornia“) in die Mangel genommen wird. In Folge 1 und 2 sieht man auch mal wieder Melissa Gilbert aus „Unsere kleine Farm“, als Gast. „Secrets And Lies“ ist eine ausgesprochen spannend produzierte neue US-Serie, nach Vorlage der ebenso erfolgreichen australischen Originalversion.

  • Natasha Hagan und Kayla Baker vom „Secrets And Lies“-Twitter-&-Facebook-Fan-Account resümieren über Folge 1-2:

abc „Secrets And Lies“ offizielle Webseite

TV-Tipp: 17.02.15, 22:15 Uhr, rbb Fernsehen – THADEUSZ mit T.C. Boyle

Der US-amerikanische Kult-Autor T.C. Boyle ist einen Tag vor der Weltpremierenlesung seines neuen Buches „Hart auf hart“ Talk-Gast von Jörg Thadeusz (17.02.15, 22:15h, rbb). Er erklärt, warum Literatur „lebensrettend“ sein kann und warum eine gute Lesung auch immer eine spannende Show sein muss. Seine ausverkaufte Weltpremieren-Lesung findet am 18.02.15 im Großen Sendesaal des rbb statt; Boyles großer Amerika-Roman wird von Schauspieler August Diehl auf Deutsch vorgelesen. Am 17.02.15 ist T.C. Boyle um 10 Uhr zudem im Potsdamer Radioeins-Studio als Livegast im Special „Hart auf hart – die Sondersendung mit T.C. Boyle“ zu hören.

TV-Tipp: „Kai reist“ – Kai Böcking startet mit eigener Sendung bei Sat1 Gold

Foto: Sat1 Gold

Foto: Sat1 Gold

Kai Böcking (ehemaliger „Formel Eins“-Kult-Moderator) düste bereits für das Kabel 1-Magazin „Abenteuer Leben“ um die Welt. Jetzt startet bei Sat1 Gold sein Reisemagazin mit seinen abenteuerlichen Globetrotter-Erlebnissen aus Thailand, Japan, Namibia oder Kuba.

Auf Sendung:

  • Sa, 18.10.14, 16:00 Uhr: Singapur
  • Sa, 25.10.14, 15:55 Uhr: Abu Dhabi

weitere folgen.

Greta Garbos letzter Film „Die zwei Gesichter einer Frau“ (1941) – 36jährig zog sich „Die Göttliche“ Hollywood-Diva aus der Filmbranche zurück und war nahezu 50 Jahre nur noch als Spaziergängerin in New York zu sehen

In den Skiferien verliebt sich Larry Blake (Melvyn Douglas, erhielt zwei Oscars und brachte die Garbo in „Ninotschka“ das erste Mal vor der Kamera zum Lachen) in die sexy Skilehrerin und perfekte Sportlerin Karin (Greta Garbo, „Anna Christie“). Die beiden heiraten und sie folgt ihm von Sun Valley nach New York. Die Turbulenzen beginnen, als die Ex-Freundin, Schauspielerin und das intrigante Scheusal Griselda Vaughn (Constance Bennett, „What price Hollywood“ und vom Studiopublikum als bestgekleidete Frau der Welt stilisiert) auftaucht. Karin wird von ihr als dümmlich und ohne Manieren vorgeführt, woraufhin diese Larry gekränkt verlässt, um später als erfundene Zwillingsschwester und verruchtes Luxusgeschöpf Katrin wieder aufzutauchen, und ein gehöriges Schauspiel abliefert. Harrys Sekretärin spielt die Oscar-Gewinnerin Ruth Gordon („Rosemaries Baby“, „Harold and Maude“).

Gewagte Ski-Stunts peppen Liebeskomödie „Die zwei Gesichter einer Frau“ auf

Besagte „Zwillingsschwester“ Katrin spielt Garbo mit einem Dauer-Grinsen, so dass man sie – wäre es keine Liebeskomödie – als Lügnerin leicht durchschauen könnte. Sie bekommt schnell den Spitznamen „Kati“, „Kitty“, die mit ihrer ordinären Lebenseinstellung („Ich setze auf Liebe und ich habe mein Leben vollends der Liebe verschrieben – Verbringe meine Zeit nur mir reichen Männern“) den Männern den Kopf verdreht. Mit Larry legt Kitty-Kati einen spontan improvisierten Tanz aufs Parkett, den „La Tschika-Tschoka“-Dance.

Larry verliebt sich Hals über Kopf in „die andere“ Karin: Katrin (ebenfalls Greta Garbo)

Es dauert nicht lange bis Larry vom Traumbild und der Wirklichkeit Katrins hin und weg ist und sich seinem unausweichbaren Schicksal hingibt – dem spießbürgerlichen Skihasen Karin adieu zu sagen und dem doppelgängerischen Ding Kati-Kitty-Katrin verfällt. Widerlich: die echten Pelze und Fuchsgesichter, die an den Kleidungen der feinen Flittchen im Film hängen. Halsbrecherisch: die gefährlichen Ski-Stunts am Ende.

Hämische Filmkritiken und Kriegsausbruch beenden Garbos einstigen Erfolg schlagartig

Durch den Krieg brachen viele ausländische Märkte für die Garbo weg, deshalb versuchte man ihr Image zu amerikanisieren, was misslang – von der schlechten Beleuchtung ganz zu schweigen. Die Kirche zensierte und strich Szenen aus der Liebeskomödie „Die zwei Gesichter einer Frau“, die „die Institution der Ehe herabsetzten“. Böse Filmkritiken hagelte es von der Journalistin Cecila Ager („Variety“, „New York Post Magazine“), die Greta Garbo als Hanswurst bezeichnete. Der Bombenangriff auf Pearl Habour tat dann auch noch sein Übriges, so dass „Die zwei Gesichter einer Frau“ letztendlich mit Verlust an den Kino-Kassen aufgeführt wurde. Nach wie vor ist in dieser Komödie kein Hanswurst zu sehen, sondern eine bezaubernde, sportliche Frau und ein mondäner, glamouröser Vamp. Zwei verschiedene Charaktere – charmant dargestellt von Hollywoods „Traumprinzessin der Ewigkeit“.

Zum 20. Todestag Greta Garbos († 15. April 1990) sendet 3Sat

  • Anna Christie, am 14.04.2010, um 15 Uhr
  • Die Kameliendame, am 15.04.2010, um 15 Uhr
  • Ninotschka, am 15.04.2010, um 22:25 Uhr

ABBA – die Poplegende

Sind wir nicht alle irgendwie ABBA-Fans? Mit über 375 Millonen verkauften Tonträgern könnte man das gelassen meinen. Der Bandname ABBA setzt sich zusammmen aus den Anfangsbuchstaben der beiden Pärchen der Band-Mitglieder: Anni-Frid, Björn, Benny und Agnetha.

„Wer im Wartesaal der Liebe steht“ – ABBA sangen auch auf deutsch!

Was die wenigsten wissen: ABBA sangen am Anfang ihrer Karriere auch auf deutsch („Wer im Wartesaal der Liebe steht“)! 1974 gewannen sie mit „Waterloo“ den Grand Prix und sind seitdem nicht mehr aus der musikalischen Landschaft wegzudenken, sogar Spielfilme wurden auf ihrer Musik aufgebaut („Muriels Hochzeit“, „Mamma Mia“)!

Kreischend umjubelt und weltweit gefeiert: ABBA

Original-Ton ABBA: „Man muss sehr aufpassen, dass man den vorherigen Song nicht kopiert. Hätten wir wieder so etwas wie „Waterloo“ produziert, wären wir in ein bis zwei Jahren weg gewesen.“ In den Jahren 1975/76 entstanden in einem Bungalow auf der „ABBA-Insel“ in Schweden die meisten großen Songs der Band, die weltweit Musik-Geschichte schrieben. ABBA waren eine der ersten Bands, die auch in Amerika europäische Erfolge feierten und ihre sehnsuchtsvolle Ballade „Fernando“ ist in Australien bis heute der meist verkaufte Titel aller Zeiten. Der erfolgreichste ABBA-Titel ist bislang „Dancing Queen“ (Nr. # 1 in Amerika). Die schwedischen ABBA wurden in Australien fast wie die königliche Familie behandelt und in Deutschland hatten ABBA in den Jahren 1975-1977 sechs Nummer-1-Hits hintereinander in den Single-Charts!

„S.O.S.“ – Deutschem Fernsehen war ABBAs Performance zu heiß

In Holland entstand das legendäre Kostüm, bei dem die Sängerinnen von ABBA im niederländischen TV vor laufender Kamera strippten, indem sie sich während der TV-Performance den lang designten Rock wegzogen, unter dem dann ein frecher Minirock hervorblitzte. Dem ZDF war dies zu heiß und ABBA durften ihren Hit „I do, I do, I do, I do, I do“ bei Ilja Richters „DISCO“-TV-Show nur mit langem Rock vortragen. In den 70er Jahren waren Sex und Schweden „ein Topf“, so wurden ABBA auch nackt mit Alufolie bedeckt fotografiert.

ABBA veränderten sogar den Brit-Pop

Starke Melodien, kraftvolle Sounds, Texte, mit denen sich die Menschen identifizieren konnten. Nach ABBAs ersten Erfolgen klang später auch britischer Pop wie ABBA. Noch nie zuvor sah Rudi Karell Pärchen, die besser zueinander passten, wie die von ABBA. Auch Moderatoren wie Thomas Gottschalk und Johannes B. Kerner outen sich in der MDR-Sendung „ABBA – die Poplegende“ als ganz große ABBA-Fans seit Jugendzeit. Zweiterer schwärmte von „Dancing Queen“, denn das war seine erste gekaufte Single. Kritiker warnten damals, als Johannes B. Kerner zwölf Jahre alt war: ABBAs einstudierter Perfektionismus könnten Kinder-Seelen schaden und man sollte ihnen deswegen ihre ständigen TV-Performances ersparen. 1977 waren ABBA auf ihrer Hoch-Zeit und populär wie nie zuvor, doch der richtige Nationalstolz kam in Schweden und Stockholm, wo ABBA in den Polar-Studios ihre Hits produzierten, seltsamerweise erst nach ihrer Trennung auf. In Schweden gibt es inzwischen das ABBA-Museum, mit Schätzen, dessen Werte wohl nur Fan-Herzen bestimmen können.

Die BRAVO fand 1977 durch eine Leserin Fridas nie zuvor gesehenen Vater

1977 wurde der Vater von Frida wiedergefunden, den sie zuvor nie kennenlernte. Ihre Mutter war Norwegerin und verstarb, während Frida drei Jahre alt war. Alfred Hase, ihr Vater, ein Deutscher und als Soldat in Norwegen stationiert – mehr wusste Frida über ihn nicht, denn sie wuchs bei ihrer Oma auf. Die BRAVO druckte das und eine BRAVO-Leserin erkannte ihren Onkel Alfred Hase als Fridas Vater! Durch die BRAVO fand also ein Wiedersehen und eine glückliche Vereinigung mit Fridas Vater in Stockholm statt!

Die Schattenseiten des Erfolges und das Ende von ABBA

ABBAs Erfolge hatten auch dunkle Seiten. Es erfolgten Entführungs-Drohungen an die Kinder von ABBA. So wurde die Band rund um die Uhr von der Polizei überwacht und ABBA konnten nicht mehr auftreten. „Thank you for the music“ (ehemalige B-Seite) war 1983 ihr letzter großen Hit. Bei den letzten Aufnahmen („The Day Before You Came“) waren ABBA nicht mehr so fröhlich wie zuvor, was man den Aufnahmen auch anhören kann und so beschlossen sie sich zu trennen, getrennte Wege zu gehen, denn auch die Ehen wurden geschieden. Das Ende von ABBA – ohne Abschieds-Tour. Frida und Agnetha veröffentlichten nach der Trennung von ABBA Mitte der Achtziger Jahre Solo-Alben und hatten mit „I know there’s something going on“ (Frida) und „I won’t let you go“ (Agnetha Fältskog) je einen großen Hit. Danach wurde es ruhig um die Band. Dennoch sind ABBA auch heute noch sehr angesagt, Frida und Agnetha erreichten mit ihren aktuellen Studio-Alben Gold-Status in Schweden, Stars wie Erasure („ABBA-Esque“) und Madonna („Hung up“) coverten/sampelten erfolgreich große ABBA-Songs und das Musical „Mamma Mia“ brachte die vier Band Mitglieder sogar nach vielen Jahren wieder öffentlich zusammen. Dennoch werden ABBA kein neues Musik-Material mehr zusammen veröffentlichen.

Auf der Webseite Rockfoto.de des Ex-BRAVO-Fotografen „Bubi“ sind seltene, spezielle ABBA-Fotos veröffentlicht.

„ABBA – die Poplegende“ lief am 05. Februar 2012 um 20:15 Uhr auf MDR